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Soziales Lernen

Das ist uns wichtig

Ein Schulklima, das der/dem Einzelnen Toleranz, Respekt und Wertschätzung entgegenbringt.

Soziales Lernen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Schule.

Nur in einer Umgebung, in der sich die Beteiligten wohl fühlen und Konflikte ehrlich, offen und in Respekt voreinander ausgetragen werden, lässt es sich gut lernen.

Erst wenn es immer wieder gelingt, das Miteinanderleben positiv zu gestalten, kann auch die Bildungsaufgabe von Schule erfüllt werden – die Vermittlung der Inhalte der Bildungspläne, die Vermittlung der notwendigen Lern- und Arbeitstechniken sowie die Weiterentwicklung der Inhalte und Methoden des Unterrichts.

Wir sehen es als wesentliche Aufgabe unserer Schule an, die Kinder durch soziales Lernen so zu stärken, dass sie befähigt werden, ihr Miteinanderleben und –lernen friedlich und freundlich zu gestalten.

Das Soziale Netz ist für viele Kinder brüchig geworden. Instabile Familienstrukturen, das Abnehmen von häuslich gesetzten Grenzen und Regeln, Abnahme der Vorbilder von positiv gelebtem Sozialverhalten, zunehmende Verarmung, Kinder nichtdeutscher Muttersprache auf der Suche nach Identität, Reizüberflutung durch visuelle Medien und dadurch passives "Leben aus zweiter Hand“ – das und anderes mehr bewirkt, dass Kinder immer wieder neu lernen müssen, human miteinander zu leben um zu lernen.

Denn nachhaltiges, lustvolles Lernen ist nur möglich, wenn Kinder sich in ihrer Umgebung, mit ihren Klassenkameraden und ihren Lehrerinnen wohl fühlen.

Unsere Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten, toleranten, kontaktfreudigen und weltoffenen Menschen unterstützen, so dass sie fair, gewaltfrei und kritisch miteinander umgehen und auch Niederlagen verkraften können.

In Gruppenunterricht, Partnerarbeit und Projekten lernen die Schülerinnen und Schüler miteinander zu arbeiten und werden so teamfähig. Bei Klassenfahrten, Ausflügen, und anderen schulischen Veranstaltungen wird Gemeinschaft erlebt und werden soziale Umgangsformen sowie das Übernehmen von Verantwortung eingeübt.

Tolerantes und gewaltfreies Umgehen miteinander und das Achten der Anderen – unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Herkunft – sind soziale Verhaltensweisen, auf die wir nicht verzichten können und wollen.

Soziales Lernen steht deshalb vom 1. Schuljahr an bei uns mit auf dem Lehrplan

In Gesprächskreisen, aber auch im Sportunterricht mit Hilfe von kooperativen Spielen, im Sprachunterricht anhand von Rollenspielen und Interaktionsspielen, durch positive Gemeinschaftserlebnisse, wie

- Ausflüge

- Klassenfeiern

- Schulfeste

- monatlichen Schulforen

- Arbeit im Schulgarten

- Projektwochen

- usw.

wird das soziale Netz enger geknüpft.

Da es kein konfliktfreies Zusammenleben gibt, ist es notwendig, aktuelle Anlässe aufzugreifen und gemeinsam mit den Kindern Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Auch soziales Lernen gestaltet sich an unserer Schule auf drei Ebenen: mit Kopf, Herz und Hand.

Manchmal sind Erklärungen notwendig, manchmal appellieren wir an das Mitgefühl, an die Empathie und manchmal werden angemessene Handlungsweisen erprobt.

Wichtig ist es, den Kindern die Sicherheit zu geben, dass ihre Konflikte ernst genommen und thematisiert werden, dass sie damit nicht alleine gelassen werden, sondern dass wir versuchen, sie gemeinsam zu lösen.

Persönlichkeitsstärkung

Kinder sind vielen aggressionsfördernden und gewaltauslösenden Einflüssen ausgesetzt. Verlust der Geborgenheit in der Familie, persönliche Isolierung und Brutalität in den Angeboten der Medien sind nur einige Ursachen, die zur Entwicklung des Gewaltpotentials beitragen. Kinder, die sich weder sicher noch geliebt fühlen, haben häufig auch kein gut entwickeltes Selbstbewusstsein. Daher muss die Schule ihre Funktion neu überdenken. Sie kann nicht nur Ort der Wissensvermittlung sein, sondern muss gemeinsame Handlungs- und Erfahrungsräume ermöglichen. Dort werden Kinder in ihrer Persönlichkeit gestärkt und soziales und demokratisches Lernen erlebbar gemacht. Oft wirken Lehrerinnen, zu denen Kinder eine feste Beziehung aufbauen können, als stabilisierender und schützender Faktor.

Empathie fördern

Empathie ist die Fähigkeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen, zu verstehen und auf diese angemessen zu reagieren. Sie ist weder bloße Tugend noch eine angeborene Charaktereigenschaft. Empathie sollte als wichtigste Grundlage eines jeden Programms zur Prävention von Gewalt und zur Steigerung der sozialen Kompetenz etabliert werden. Ohne Sensibilität für die Gefühle Anderer ist kreatives Problemlösen, bei dem es keine Verlierer gibt, unmöglich.

Kommunikationsfähigkeit erweitern

„Sprache schafft Wirklichkeit“ – „Gewaltverzicht beginnt im Kopf“ –„Richtig streiten will gelernt sein“. Diese Sätze zeigen, welche Bedeutung Kommunikation in der Sozialisation und in der Gewaltprävention hat.

Häufiger kommt es zum Schlagabtausch, als zu einem wirklichem Dialog. Es kommt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, weil die Kinder sich nicht mit Worten auseinandersetzen können. Deshalb sind verschiedene Inhalte eines Kommunikationstrainings (wie z.B. das Senden von Ich-Botschaften, Aktives Zuhören etc.) Grundlagen für ein gelingendes Zusammenleben. Schulung der Ausdrucksfähigkeit und einfache Gesprächtechniken sind im Schulalltag unverzichtbar.

!Respect

Ein transparentes und respektvolles Miteinander aller am Schulleben Beteiligten trägt dazu bei, dass das Lernklima und die Atmosphäre einer Schule positiv erlebt und Schule als ein Ort des respektvollen Miteinanders gestaltet werden kann.

Deshalb haben wir es geschafft, mit Hilfe des Schulvereins und verschiedenen Sponsoren das !Respect Programm zu uns in die Schule einzuladen:
!Respect fördert die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen von Kindern.
Grundschüler*innen lernen spielerisch und mit viel Spaß und Bewegung Selbstbehauptung, Team- und Konfliktfähigkeit sowie einen respektvollen Umgang miteinander.
Ziel ist es, anderen wertschätzend zu begegnen und Konflikte ohne körperliche Gewalt zu lösen.
!Respect-Trainings stärken den Zusammenhalt aller Kinder im Klassenverband und auf dem Schulhof.

Hier gibt es mehr Informationen:

https://www.respect-in-school.de/ueber-uns/

Nachhaltig gutes Schulklima

Im Herbst 2025 fanden erstmalig die !Respect-Projekttage an unserer Schule statt.
Einmal im Jahr sollen zukünftig alle Schüler*innen von professionellen Coaches trainiert werden - so soll unser Schul- und Lernklima auf Dauer und nachhaltig verbessert werden.